Lange hat es gedauert, sogar sehr lange, aber nach 16 Monaten Baulärm, Straßenschmutz und Umleitungschaos ist die Ortsdurchfahrt im Schwalmstädter Stadtteil Ascherode endlich wieder offen.
Die wichtige Verkehrsader des Straßennetzes in und um Schwalmstadt ist seit Freitag offiziell wiedereröffnet. Im eisigen Schneeregen zerschnitten Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll, Landrat Frank-Martin Neupärtl und Projektmanagerin Ute Borchert, vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), symbolisch das rot-weiße Band.
„Ich kann trotz des schlechten Wetters lächeln“, sagte der Landrat bei der anschließenden Einweihungsfeier im Dorfgemeinschaftshaus vor Ascheröder Bürgern, Mitarbeitern des ASV und der Kreisverwaltung sowie weiteren Behördenvertretern. „Ich konnte mein Versprechen von vor zwei Jahren einlösen“, fuhr Neupärtl fort, „nämlich die Komplettsanierung der Kreisstraße 104 als Hauptverkehrsader durch Ascherode“.
Da die Stadt den Kanal erneuern musste, lag es nahe, die marode Fahrbahndecke in einer gemeinsamen Baumaßnahme ebenfalls zu sanieren. Um den Verkehrsfluss zu beruhigen, sei die überdimensionierte Straßenbreite verringert worden, erklärte er.
Auch Bürgermeister Kröll zeigte sich glücklich über die Tatsache, dass es „wieder eine Baustelle weniger“ gibt, die den Verkehr in Schwalmstadt beeinträchtigt. „Ich freue mich auf nächste Woche, wenn wir auch die Ortsdurchfahrt Wiera wieder öffnen können“, sagte der Rathauschef.
Projektmanagerin Ute Borchert dankte den Anwohnern für ihre Geduld und ihre Unterstützung während der entbehrungsreichen Bauphase. Dem schlechten Wetter konnte sie sogar noch etwas Gutes abgewinnen: „Da kann man wenigstens sehen, dass die Kanalisation funktioniert.“
Ortsvorsteher Heinrich Best erzählte am Rande, dass die Anwohner im Sommer sogar ein kleines Fest für die Bauarbeiter gegeben hätten. „Mir gefallen besonders die neuen LED-Lampen, die erhellen sogar die gegenüberliegende Straßenseite“, lobte er das ebenfalls neue Beleuchtungskonzept.
Für ganz Schwalmstadt deutet es zum Ende des Jahres darauf hin, dass sich die Verkehrssituation endlich wieder entspannt.
Quelle: Schwälmer Bote